Lilith Fichtmüller berichtet aus Millbrook (New York / USA)

Erfahrungsbericht für GIVE

Wenn man am Flughafen steht und seinen Liebsten Tschüss sagen muss, fühlt man sich schon ziemlich komisch. Einerseits weiß man, dass es jetzt richtig los geht und dass man auf sich allein gestellt ist, andererseits ist man wirklich aufgeregt und kann es kaum erwarten, endlich die Gastfamilie kennenzulernen. Als ich mich von meiner Mutter in Frankfurt verabschiedet habe, war mir schon mulmig zumute. Ich dachte, dass ich durch alles, was jetzt kommen würde, allein gehen müsste. Als ich in Washington DC dann auf meinen Anschlussflug gewartet habe, ist mir klar geworden, dass ich eigentlich überall Hilfe finden würde. Und die habe ich auch bekommen, von meiner Gastfamilie, von meinen Lehrern und Freunden und allen, die ich gefragt habe. Wenn ich jetzt von Bekannten höre, dass sie planen, für ein Jahr ins Ausland zu gehen oder bereits auf dem Weg dorthin sind, werde ich ein wenig schwermütig und denke an all die guten Erfahrungen, die ich in Amerika gemacht habe und hoffe, dass es sich für die Anderen genauso lohnt wie für mich.

Ich habe im Staat New York gewohnt, etwa anderthalb Stunden entfernt von NYC. Bei den Schultrips dorthin habe ich durch den Schulclub Model UN viel über die Vereinten Nationen lernen können. Generell fand ich die Erfahrung, die ich in der Schule gemacht habe, sehr wichtig, schließlich habe ich dort die meisten Freunde gefunden und mich Clubs und ähnlichem anschließen können. Gerade, dass man dort viel Sport machen kann, fand ich klasse! Wenn ich mich jetzt daran erinnere, wie gut ich im Softball geworden bin, obwohl ich den Sport erst lernen musste, bin ich einfach stolz. Und meine Gastfamilie war immer dabei und hat mich unterstützt. Mit ihnen habe ich so viel erlebt, bin nach Gettyburg gefahren und habe Urlaub gemacht, habe die ganze Familie kennen und zu mögen gelernt und mit ihnen ganz neue Dinge erlebt. Den Kulturschock, so wie er eigentlich immer beschrieben wird, habe ich nicht erlebt. Ich glaube, ich habe mich intensiv genug darauf vorbereitet und wusste, was ich zu erwarten hatte. Alles, was sich dann bestätigt oder mich weiter verwundert hat, hat mich bloß glücklicher gemacht, da ich wirklich dort war, wirklich alles erleben konnte! So, wie alles gelaufen ist, hätte ich mir nichts Besseres oder Unglaublicheres wünschen können. Alle Erinnerungsstücke, die ich zurück nach Deutschland gebracht habe, angefangen bei Flugtickets, über meinen Softballhandschuh zu amerikanischen Backbüchern, zeigen mir, wie sehr ich das letzte Jahr vermisse. Und wie sehr ich glaube, dass es eine der besten Entscheidungen war, international Erfahrungen zu machen, Menschen kennen zu lernen und diese andere Kultur direkt zu erleben. Das Wissen, die Sprachkenntnisse aufgebessert zu haben und dass ich jetzt mehr Möglichkeiten habe, weil ich im Ausland größtenteils auf mich allein gestellt war, werde ich nutzen. Und niemals vergessen.

 

 
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