Samira Schwindt berichtet vom Orewa College - Orewa (Nordinsel / Neuseeland)

Kiaora guys,

Ich heiße Samira, bin 16 Jahre alt und ich war für 3 Monate, von April  bis Juli  im Land der weißen Wolke......Aotearoa.......New Zealand!

Es war einfach nur ein einmaliges Erlebnis und wenn ich so zurückblicke die beste Zeit in meinem Leben.

Alles fing mit der ewigen Warterei an, die Zeit bis zu meinem Abflug wollte einfach nicht vergehen, aber letztendlich stand ich dann doch am 16.April mit meinem 27 kg schweren Koffer in einer Gruppe auf der Reise nach Australien und Neuseeland. Ich muss schon sagen der Flug war ziemlich lang und anstrengend. In Singapore haben wir eine Zwischenlandung gemacht, wo man glücklicherweise duschen konnte.Um auf die andere Seite der Welt zu gelangen muss man eben ein bisschen Sitzzeit im Flugzeug auf sich nehmen. Als wir endlich , nach ca. 30 Stunden, in Auckland angekommen sind, sollte mein Weg hier noch nicht zu Ende sein.

Nur noch eine Stunde Flug......nach Wellington!

Dort war ich in einer Vorbereitungswoche. In Wellington angekommen wurden wir von unserer Gastfamilie abgeholt. Ich war mit Laura, noch einer anderen Deutschen, in dieser Familie, was ich zum eingewöhnen total gut fand, da man einfach noch die Sicherheit hatte, dass man zu zweit ist. In dieser ersten Woche in Wellington haben wir viel über Neuseeland, die Kultur, die Menschen und die Sprache gelernt, was sehr interessant war und wie sich später herausstellte auch hilfreich. Es war aber nicht nur wie Schule, nachmittags waren die Aktivitäten dran, was echt Spaß gemacht hat. Wir waren z.b rockclimbing, im Te Papa Museum, wir haben eine Busrundfahrt gemacht und vieles mehr. Sozusagen war es eine Woche full of fun!

Und dann war es soweit , dass mein Flug nach Auckland wieder zurückgehen sollte.

Ich war total aufgeregt und es war echt ein komisches Gefühl, dass man bald seine Familie für die nächste Zeit treffen wird.

Vom Flughafen wurden wir direkt in unser neues zu Hause gefahren. Ich hab mir die ganze Autofahrt über Gedanken gemacht, wie ich sie begrüßen soll, ob sie mich mögen usw.

Aber nachdem ich dann total lieb empfangen wurde waren meine Bedenken wie weggeblasen.

Ich hatte echt totales Glück mit meiner Familie, es hätte mich nicht besser treffen ich bin einfach nur glücklich dass ich dort gelandet bin. Ich hab mich wie ein echtes Familienmitglied gefühlt, des schon von klein auf dazugehört!

Ich hatte eine Kiwi mum und einen Kiwi dad und noch drei ältere Gastgeschwister ( 21,24, 27), davon zwei Brüder und eine Schwester, von denen jedoch nur einer ab und zu im Hause war. Dieses hat mich aber überhaupt nicht gestört, denn langweilig wurde mir nie. Meine Gatseletern hatten auch wenn sie gearbeitet haben eigentlich immer Zeit für mich und wir hatten ein echt gutes Verhältnis.

Also so wirklich Gedanken machen ob das mit eurer Familie klappt müsst ihr euch nicht, denn wenn ihr ein bisschen offen seid für die andere Kultur sollte es eigentlich keine Probleme geben. Das Einzige womit ich am Anfang Schwierigkeiten hatte waren die Essensgewohnheiten. Bei uns gab es z.B zu jedem Essen Kürbis als Beilage dazu und deutsches Brot so zwischendurch wär auch nicht schlecht gewesen.

Man muss aber auch sagen, dass die Kiwis echt nette Leute sind und total locker und hilfsbereit.

Meine Schule war das Orewa College, in North Auckland. Orewa ist so ca. eine Stunde von Auckland entfernt und eine kleinere Stadt.

Meinen ungefähr 2 km langen Schulweg bin ich jeden Tag zu Fuß gelaufen. Es war total supi auf dieser Schule. Wir hatten einen Dean for international students , die Judy, jeder mochte sie einfach und man kann immer zu ihr gehen wenn man für irgendetwas Hilfe braucht, sodass man nie das Gefühl bekommt, dass man ganz alleine ist.

Die Fächerauswahl ist total riesig und es ist nicht einfach sich zu entscheiden.....aber wenn man doch mal merkt, dass einem das eine oder andere nicht zusagt....kein Problem....einfach zum office gehen und tauschen!

Neben den normalen Fächern wie in Deutschland Mathe, Englisch, Physik, Chemie.....gab es auch noch für uns etwas außergewöhnlichere Fächer. Ich hatte mich z.B für Fabric ( da kann man verschiedene Dinge nähen ), Art Painting, Dance, English, Calculus ( so ähnlich wie Mathe), Physics und New Zealand Experience entschieden. New Zealand Experience ist ein super Fach, was ich jedem empfehlen würde, sozusagen ein muss für alle international students! Dort haben wir z.B den Haka (einen Maori-Tanz)gelernt, haben den gumboots song gesungen und mussten dazu tanzen. Auch haben wir wenn schönes Wetter war draußen Rugby gespielt. Noch dazu kam, dass der Lehrer Mr. Duffet total schräg drauf war und man immer Spaß mit ihm hatte. Mit New Zealand Experience haben wir auch immer wieder so kleinere Tagesausflüge gemacht, z.B waren wir surfen, was schwerer ist wie es aussieht!

Die Schule ist für uns Deutschen dort einfach nur easy und auch mit dem Englisch sollte es keine Probleme geben, ich habe schon nach den ersten zwei Wochen so ziemlich alles verstanden.

Auch die Lehrer sind auf internationals eingestellt und dadurch verständnisvoll. Wenn man jedoch so richtig Kontakt mit den einheimischen Kiwis bekommen will , muss man schon selbst auf diese zugehen.

Nach der Schule bin ich meistens mit Freunden an den Strand ( ca.5 min ) oder in das Zentrum von Orewa gegangen. In Orewa gibt es allerdings nicht so richtig viele Geschäfte zum shoppen, da muss man schon mit dem Bus fahren, aber das ist in Neuseeland eigentlich supi einfach und dadurch wird man auch unabhängig.

Die Möglichkeit rumzureißen und Neuseeland kennenzulernen besteht natürlich auch. Ich war

z. b mit einer Freundin in the far north of New Zealand, Bay of Island und Cape Reinga. Und dann ist meine Gatsfamilie mit mir noch nach Rotorua und Taupo gefahren, was voll schön war. Neuseelands Landschaft ist wie im Bilderbuch.

Mein Leben im Ausland war echt etwas Einmaliges, ich habe viel gelernt, was mich mein ganzes Leben lang prägen wird.Ich habe tolle Erinnerungen und eine Kiwi family fürs Leben gefunden. Leider habe ich festgestellt, dass drei Monate eigentlich viel zu kurz sind, weil die Zeit durch die vielen neuen Erfahrungen und Eindrücke so schnell vergeht, dass man sich wünscht man könnte sie anhalten.

Also wenn ihr euch noch nicht entschieden habt, ich kann euch nur sagen es lohnt sich nach Neuseeland zu gehen, es ist das Tollste was man machen kann. Hätte ich die Möglichkeit ich würde es sofort wieder tun, am liebsten würde ich gleich morgen wieder in den Flieger steigen!

Euch wünsche ich viel Spaß wenn ihr euch für das wunderschöne , traumhafte Land der weißen Wolke entscheidet!

Eure Samira:-)

 

 

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
Seite: 1