Rebecca Gramlich berichtet aus Belleville (Ontario / Kanada)

Hallo ihr da draußen!

Du überlegst dir, ob du für eine Weile ins Ausland auf die Schule gehen willst oder ob GVE dafür die richtige Organisation ist? Ich kann nach all den Erfahrungen, die ich in den letzten Monaten mit GIVE  machen durfte, nur eine Antwort geben;  a definite YES!

Seit fast 3 Monaten bin ich nun wieder in Deutschland, aber so ganz da bin ich noch nicht…weil ein relativ großer Teil von mir einfach in Kanada hängengeblieben ist. Bei den Freunden, die ich jetzt schrecklich vermisse und bei meiner Gastfamilie, die so viel für mich getan hat.

Aber ich fang  einfach mal von ganz vorne an. Im Sommer habe ich mich für den Auslandsaufenthalt und für GIVE entschieden und diese Entscheidung zählt zu einer meiner besten Entscheidungen „so far“! Vor der Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch macht euch keine Sorgen! Die Mitarbeiter von GIVE sind nett, verständnisvoll, machen es euch so leicht wie möglich und wollen wirklich nur euer bestes! J Nachdem ich dann aufgenommen war konnte es für mich nicht schnell genug gehen – but time was flowing slow. Glücklicherweise hat GIVE immer wieder mit Vorbereitungsbriefen und allerlei Aufgaben für Abwechslung gesorgt ;) Hier kommt noch ein ganz wichtiger Tipp; so schwer es auch fallen mag, seid bei dem „application package“ so genau und so ehrlich wie möglich! Denn es hilft wirklich, die beste Familie für euch zu finden! Für mich wurde die perfekte gefunden…aber dazu später mehr!

Der Abschied von Deutschland war für mich gar nicht sooo schwer…genießt es einfach! Es ist die schönste Zeit, weil man wirklich das Gefühl vermittelt bekommt  unersetzlich und wertvoll zu sein ;) Aber klar, am Flughafen gabs dann schon ein paar Tränchen. (Für alle die erst noch mit einem Innerdeutschen Flug nach Frankfurt müssen -  kein Problem! Hat bei mir alles super funktioniert, obwohl es Winter und Schneechaos war!) Und dann gings auch schon mit AirCanada Richtung Toronto. Falls ihr Angst vor Langweile auf dem Flug habt, dann kommt hier ne ganz süße Idee, um eure besten Freunde „mitzunehmen“. In den letzten Wochen in Deutschland einfach alle eure Freunde das in ein kleines leeres Büchlein reinschreiben lassen, was sie dir noch mitgeben wollen  und es dann erst auf dem Flug zu lesen. Mir hat das sehr geholfen und  einfach die Sicherheit gegeben, dass sie mich wieder lieb haben, wenn ich zurück komm und dass sie mich nicht vergessen werden.

31. Januar; Toronto. Wir waren 3 Mädels, die alle nach Belleville, Ontario mussten, also wurden wir von einem Fahrer abgeholt. Mit dem Gepäck hat bei mir alles super geklappt…nur bei Aurelia kamen die Koffer erst am nächsten Tag (kein Problem, wenn ihr die Anweisungen von GIVE befolgt und euer Handgepäck so bestückt, dass ihr den einen Tag überlebt ;))

Dann wars soweit und ich stand vor der Tür meiner Gastfamilie. Moira, meine Gastmutter, war Ende 50 und hat mich sofort ganz herzlich begrüßt und in den Arm genommen. Dann hat sie mir das gröbste gezeigt und mich erst mal auspacken und schlafen lassen. An dem Abend hab ich gleich auch noch meinen Gastvater Steve, 64 und meine Gastomi Ruby kennengelernt. Zuerst hab ich gedacht „Oh oh, die sind ja ganz schön alt.“ Denkste! Unterschätze ältere Gasteltern nicht!!! Sie sind die besten!!! Ich bin übrigens bei meiner ersten Gastfamilie geblieben. Zum Wechseln gabs keinen Grund! J Ich hatte die absolut most awesome hostfamily, die ich nur 2 Wochen mal verlassen musste, weil sie in den Urlaub gefahren sind und ich keine Ferien hatte. War kein Problem, da ich bei ner mexikanischen Freundin wohnen konnte.

Nach einem eintägigen „Orientationcamp“ war dann auch schon der erste Schultag da. Wie waren wir alle aufgeregt! Und dann lief einfach alles wie am Schnürchen.  Wir haben unsere Stundenpläne bekommen und konnten auch noch Kurse wechseln.  Meinen Kurse waren Sport, Drama, Kochen und Englisch (die beste Wahl ever! ;)). Ernsthaft, wenn ihr die Möglichkeit bekommt, Drama zu wählen dann macht das auf jeden Fall! Es hilft Freunde zu finden und mit dem Englisch hilft es auch!

Die erste Woche waren meine neuen Mitschüler noch etwas reserviert, aber als sie sich dann sicher waren, dass ich eigentlich ganz in Ordnung zu sein scheine, sind sie wirklich freundlich und immer hilfsbereit auf mich zugekommen. Meine beste kanadische Freundin habe ich ein meiner Drama und Englischklasse kennengelernt. Anna hat mir immer geholfen, war für fast jeden Spaß zu haben und wird jetzt schmerzlich vermisst! Auch unter den anderen Austauschschülern findet man eigentlich ziemlich schnell Anschluss und es können Freundschaften fürs Leben entstehen. So habe ich jetzt zum Beispiel immer ein Plätzchen zum wohnen, falls ich je nach Mexico, Brasilien oder Japan komme. Generell gilt einfach nur, lasst euch drauf ein, alle erst einmal kennenzulernen, denn die,  die ganz verrückt aussehen, sind manchmal die aller nettesten!

Nach einer Woche in Kanada, hab ich mich dann plötzlich bei diesem Casting wiedergefunden. Es war für ein Musical, das genau in meiner Kanadazeit geprobt und aufgeführt werden sollte. Zuerst habe ich gesagt „no way- da kriegen mich keine 10 Pferde hin“ vor allem weil ich vorsingen musste, was ich einfach nicht gut kann ;) Und ich kann gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich meiner Gastmutter bin, dass sie mich doch überredet hat! 2 Wochen später hatte ich eine mittelgroße und doch handlungstragende Rolle in einem Musical am Pinnacle Playhouse in Belleville.  Und diese Erfahrung war einfach absolut unbeschreiblich! Ich glaube manchmal immer noch, dass ich es nur geträumt hab, aber es gibt zu viele Beweise! :D Bei dem Musical hat dann auch mein Gastbruder Miles, 21 mitgespielt, dann ich erst in den Osterferien kennengelernt hab, weil er eigentlich in Toronto studiert.

Lucky me, ich hatte in Ontario auch noch Verwandte, die ich dann in den Ferien und an langen Wochenenden kennenlernen durfte. Auch das war eine im Großen und Ganzen tolle Erfahrung und hat mir (so schmalzig es auch klingen mag) genau wie der ganze Kanadaaufenthalt, geholfen mich selbst zu finden. Ich bin ein ganzes Stück selbstbewusster geworden und ich weiß ganz genau, wem ich das alles zu verdanken habe!

Und dann wars auch schon wieder fast vorbei. Die bisher besten 5 Monate meines Lebens sind schneller vorbeigeflogen als der 8,5 Stunden lange Flug nach Kanada. Ich hab ganz ganz viel geheult und es wurden viel Versprechen gemacht, Abschiedsgeschenke ausgetauscht und – schwups - da saß ich schon wieder im Flieger und – rums – war ich auch schon wieder auf deutschem  Boden.

Mit dem Deutsch wars am Anfang einfach nur grausam und peinlich…ich konnte keine grammatikalisch richtigen Sätze mehr zu Stande bringen  und viele Wörter wollten mir einfach nicht mehr auf Deutsch einfallen. Aber das wars in jeden Fall wert! Rückblickend muss ich folgendes sagen:

·         Ich würde diese Erfahrung(en) gegen nichts in der Welt eintauschen!

·         Ich würde es jedem weiterempfehlen!

·         Jeder hat die Zeit dort anders erlebt, aber alle die ich kenne haben jede Sekunde genossen!

·         Jede einzelne Sorge war unberechtigt.

·         Und ich will einfach wieder hin!!!!!!!!!

Liebe Eltern, hier noch eine kurze Mittteilung an euch. Meine Eltern sind generell ziemlich „protective“ und lassen mich nicht mal gern allein Zug fahren. Ich weiß, dass es für sie ein riesen großer Schritt - wenn nicht sogar ein Spagat mit Muskelfaserriss - war, mich ganz allein und für ganze 5 Monate gehen zu lassen! Aber ich kann sagen, dass sie es nicht bereut haben! Nicht nur ich, sondern auch meine Eltern, wurden von GIVE ganz super betreut und meine ganze Familie kann so einen Austausch nur von ganzem Herzen weiterempfehlen.

Ich habe jeden 2. oder 3. Tag mit meiner family back home telefoniert und das hat super geklappt und allen ein gutes Gefühl gegeben. Findet da einfach für euch die beste Regelung heraus.

Der Bericht ist einfach so länger als 2 Seiten geworden und doch ist noch nicht mal die Hälfte erzählt. Falls ihr Interesse und vor allem noch mehr Fragen habt, schreibt mich doch einfach im Schülervz , per e-mail oder auf facebook an! (beckie007@web.de) Und vielleicht sehen wir uns demnächst schon auf einem Vorbereitungstreffen!

Ganz liebe Grüße;

 Rebecca Gramlich

 

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
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