Larissa Rexin berichtet aus Belleville (Ontario / Kanada)

My Canadian Dream

Am 31.Januar ging für mich ein Traum in Erfüllung. Am späten Nachmittag dieses Tages habe ich das erste Mal kanadischen Boden unter meinen Füssen gehabt, als ich in Toronto angekommen bin. Für drei Monate sollte ich nun in einer ca. 2.5 Stunden entfernten Kleinstadt, Belleville, leben. Ich war sehr aufgeregt und gespannt auf meine Gastfamilie, mein neues Zuhause und vor allem auf die Schule und meine kanadischen Mitschüler. Mit zwei riesigen und schweren Koffern bin ich zu meiner Gastfamilie gebracht worden und habe mich auch dort sehr schnell wohl gefühlt und wurde mit in das Familienleben einbezogen. Meine Gasteltern waren pensionierte Lehrer und haben sich sehr für das Nachhilfeprogramm für Austauschschüler in unserer Stadt engagiert. So war ich nach der Schule oft allein mit meiner Gastschwester aus Taiwan zu Hause oder mit Freunden unterwegs. Abends sind meine Gasteltern oft zu Theaterproben unterwegs gewesen und haben mich auch oft mitgenommen. Für eine neue Produktion habe ich dann sogar geholfen das Bühnenbild zu erstellen, was mir sehr viel Spaß gemacht, da ich gerne künstlerisch tätig bin. Als ich meine Gastmutter und Gastoma zu Ostern in die Kirche begleitet habe, wurde ich eingeladen dem Kirchenchor beizutreten und habe von da an mit im Chor gesungen und gute Freunde gefunden. 

Auch in der Schule habe ich mich sehr schnell wohlgefühlt. Es ist schwer kanadische Schule mit deutscher zu vergleichen, denn ich habe sehr viele Unterschiede gefunden. Zu Beginn jedes Schultages sind alle Schüler aufgestanden und die kanadische Nationalhymne wurde gespielt. Darauf folgten Annoncements sodass man über alle bevorstehenden Events informiert war. In Kanada habe ich nur vier verschiedene Kurse belegt, die sich tag täglich wiederholt haben. Zu Beginn war das sehr merkwürdig, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt, so konnte man sich sehr gut auf die verschiedenen Themen konzentrieren. Mit der englischen Sprache hatte ich kaum Probleme, es hat zwar ein bisschen gedauert bis ich mich mit den Fachbegriffen in Chemie zurechtgefunden habe, aber auch das war nicht allzu schwer. Direkt am Anfang meines Aufenthalts habe ich mich dem Schwimmteam angeschlossen, zum einen da ich auch schon in Deutschland Schwimmsport betrieben habe und zum andern um andere Mitschüler kennenzulernen. Die Zeit im Schwimmteam war einfach „super awesome“…Ich wurde gleich von Anfang an in Wettkämpfe mit einbezogen und aufgrund guter Leistungen konnte ich schließlich nach Toronto zum Endwettkampf fahren. Es war ein großartiges Erlebnis!!!

Im weiteren Verlauf meines Aufenthalts, den ich schließlich auf ein halbes Jahr verlängert habe,  habe ich mich noch an Leichtathletik versucht und dort zwar weniger große Erfolge aber viel Spaß gehabt =). Außer einem hervorragenden Sportprogramm gab es an meiner Schule sehr motivierte und hilfsbereite Schüler und Lehrer und ansprechende außerschulische Aktivitäten wie ein Grillfest des Schülerausschusses, Sportler Ehrungen, verschiedene Dance-Abende und viele andere Events. In meiner Freizeit, den Ferien und am Wochenende habe ich sehr viel mit Freunden unternommen. Wir sind z.B. nach Toronto zum Shopping und Sight Seeing gefahren, haben Kingston unsicher gemacht, waren Kanu fahren und Skilaufen, im Autokino, abends zum Tanzen unterwegs und auch ein paar Tage in einem typisch kanadischen Cottage am See verbracht. Außerdem sind wir zusammen zum Abschlussball gegangen, was ein einmaliges Erlebnis war!

Mit meiner Gastfamilie war ich unter anderem in Ottawa und bin dort auf dem zugefrorenen Kanal Schlittschuh gelaufen, habe den berühmten Maple Sirup und Beaver Tails probiert und viel von der Stadt gesehen (unter anderem die Bäckerei in der Obama Kekse gekauft hat =)).

Die Zeit, die ich in Kanada verbracht habe, war eine der besten, die ich bis jetzt erlebt habe!!! Ich habe tolle Menschen kennengelernt und sehr gute Freunde gefunden und wurde sogar schon hier in Deutschland besucht, sodass ich meiner kanadischen Freundin nun meine Heimat zeigen konnte! Jedem der die Chance hat Zeit im Ausland zu verbringen kann ich das nur empfehlen - es ist eine einmalige Erfahrung in einem anderen Land zur Schule zu gehen, die Menschen und die Kultur dieses Landes kennen zu lernen und danach zu leben! Enjoy your stay =)

 

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
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