Marvin Kniebaum berichtet aus North Vancouver (British Columbia / Kanada)

Seit 6 Wochen bin ich nun wieder zurück in Deutschland, und doch kommt es mir so vor, als wäre ich erst vor Kurzem nach Kanada abgeflogen. Mein 9 monatiger Aufenthalt in North Vancouver, einem kleinen Ort bei der Großstadt Vancouver, verging wie im Flug.

Ich hatte durch Freunde und Verwandte von einem Auslandsjahr erfahren und daraufhin angefangen mich darüber zu informieren und zu interessieren. Schließlich fiel meine Entscheidung, ich wollte einen Auslandsaufenthalt machen. Da ich schon einmal in Kanada einen Familienurlaub verbracht hatte und ich begeistert von der Natur, der Offenheit der Kanadier und der Stadt Vancouver an sich begeistert war, stand mein Reiseziel schon fest. Ich las viele Erfahrungsberichte im Internet und es wurde mehrfach berichtet, dass man sich erst nach ein paar Monaten richtig zu Hause fühlt und echte Freundschaften schließt. Daher wollte ich gerne ein ganzes Schuljahr dort verbringen.

Da ich  zum G 8 Jahrgang gehöre und zur Zeit der Abreise gerade erst 15 Jahre alt war, bevorzugten meine Eltern zunächst einen fünf monatigen Aufenthalt zu buchen, mit der Option diesen später zu verlängern. Vancouver, meine Schule sowie meine Gastfamilie gefiel mir sehr gut, sodass ich für weitere vier Monate bis Juni  geblieben bin. Im Nachhinein muss ich sagen, dass dies definitiv die richtige Entscheidung war, da ich einige meiner besten Freundschaften erst in den letzten 4 Monaten geschlossen habe.

Mein Auslandsaufenthalt begann für mich eigentlich schon mit dem Erhalt der Gastfamilie. Meine „host fam“ bestand aus Mutter, 2 Söhnen (15 &14), einer Tochter (13) und einer Katze. Außerdem lebte neben mir auch noch ein anderer Gastschüler aus Mexiko, welcher auch in meinem Alter ist, bei meiner Gastfamilie. Er wurde nachher zu einem meiner besten Freunde. Da ich meine Gastfamilie glücklicherweise schon früh bekommen hatte, bestand schon reger Email Kontakt mit meiner Gastmutter und einem meiner Gastbrüder.

Als es dann endlich am 2. September losging konnte ich noch gar nicht realisieren, dass ich die nächsten 9 Monate in einem anderen Land, weit weg von Familie und Freunden verbringen würde. Der Abschied fiel mir deswegen relativ leicht, die Vorfreude und Spannung auf das, was mich erwartete, überwog. Ich traf schon einige Austauschschüler in Düsseldorf und gemeinsam mit einer Begleitperson flogen wir dann nach Frankfurt wo wir uns dann einer Gruppe von ca 50 anderen Austauschschülern anschlossen. Unter ihnen waren auch schon einige, die ich von einem Vorbereitungsseminar kannte.

Als wir schließlich nach 10 Stunden Flug in Vancouver ankamen und ich mit 3 anderen Deutschen zu unseren Gastfamilien gefahren wurde, stieg die Aufregung und Nervosität minütlich. Doch nachdem ich dann endlich bei meiner Gastfamilie angekommen und herzlich begrüßt worden war, machte sich große Erleichterung breit. Ich war glücklich, dass ich es so gut angetroffen hatte!

An meinem ersten Schultag an der Handsworth Secondary School war ich sehr aufgeregt. Es hat mir geholfen, dass mein Gastbruder in der gleichen Stufe (10) wie ich war, wir sogar meine erste Klasse zusammen besuchten und ich schon ein paar seiner Freunde kennengelernt hatte. Ich hatte 8 Fächer, wobei ich die Hälfte davon in Stufe 11 belegte. Besonders gefallen hat mir das außergewöhnliche Fächerangebot (wie z.B. Weight Lifting, Photography, Food Nutrition, Drama).  Meine Mitgliedschaft in mehreren Sport Teams der Schule half mir, mich schnell in die Schulgemeinschaft zu integrieren und einen Freundeskreis aufzubauen. Ich war Teil des Football, Rugby und Snowboard Teams. Gerade bei den Football Spielen, kam der School Spirit deutlich zum Vorschein. Viele Mitschüler aller Stufen besuchten unsere Spiele und feuerten uns an.

Neben dem Training für die Sportarten verbrachte ich meine Freizeit mit meinen Freunden unter anderem mit Downtown-Besuchen, Videoabenden, und natürlich mit Snowboarden auf dem nah gelegenen Grouse Mountain.

Zu meinen Highlights meines Auslandaufenthaltes gehörten neben einer Rocky Mountain Tour und dem Besuch eines Spiels der Vancouver Canucks, ein 5 tägiger Segeltörn mit meiner Schule vor der Küste Vancouver Islands. Meine Eltern besuchten mich während der Spring Break und gemeinsam verbrachten wir eine Woche im Yukon Territory.

Diese 9 Monate waren mit Sicherheit die Aufregendsten meines Lebens und ich würde den Aufenthalt jederzeit wiederholen! Ich kann nur empfehlen so eine Chance zu nutzen und diese Erfahrungen auch zu machen!

Hier ist der Link zu meinem Blog, den ich während meiner Zeit in Kanada erstellt habe, in dem ihr weitere Einzelheiten nachlesen könnt! J

http://mystayabroadincanada.blogspot.de/

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
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