Marlene Kuhn berichtet von der Cariboo Hill Secondary School - Burnaby (British Columbia / Kanada)

In der zehnten Klasse beschloss ich, dass die 11. Klasse eine super Zeit sei, um ins Ausland zu gehen. Doch wohin sollte die Reise gehen? Nach längerem Überlegen stellte sich heraus, dass Kanada das geeignete Land sein müsste. Gute Schulen, offene Menschen und schöne Landschaft waren meine Erwartungen an Kanada.

Es sollte für fünf Monate nach Burnaby gehen, eine schicke Vorstadt von Vancouver im Westen Kanadas. Schon seit Monaten konnte ich es kaum erwarten und war startbereit für mein kleines Abenteuer. Ende August ging es dann endlich los. Sehr müde aber mit großer Vorfreude kam ich nach einer langen Reise mit mehreren Zwischenstopps am Vancouver Flughafen an. Meine Familie war schnell gefunden und ab gings zum neuen Zuhause.

Ich merkte sofort, dass meine Familie besser war, als ich es mir jemals hätte träumen lassen. Mom und Dad arbeiteten als Lehrer, meine drei Gastgeschwister (19,23 und 25 Jahre) waren super crazy und immer gut drauf. Alle taten stets ihr bestes, um mich so glücklich wie nur möglich zu machen. Schöne Ausflüge zur Vancouver Island, Tripps in die Berge und eine Shoppingtour in Seattle, USA waren nur eine der wenigen Aktivitäten, die für mich geplant waren.

Meine Zeit in Kanada war unglaublich. Die Highschool, die ich mir ausgesucht hatte, befand sich 2 Minuten Fußweg von meinem Haus entfernt. Viele von euch werden sich wundern, ob es schwer war gute Freunde zu finden. Es liegt ganz an euch selbst. Ich bin auf alle nett zu gegangen und hatte sehr schnell einen großen Freundeskreis in der Schule. Die Fächer haben auch alle sehr viel Spaß gemacht, da der Unterricht viel freier und lockerer gestaltet ist. Highlight des Terms waren immer die „Dances“, an denen die ganze Schule in der Turnhalle abrockte.                                                                                                                                                             Schnell merkte ich, dass ich mit Burnaby den richtigen Ort gewählt hatte. Vancouver war mit einer Skytrain ganz schnell und billig zu erreichen und somit stand mir shoppen bis zum Umfallen jeden Tag offen. Neben der Nähe zur wunderschönen Großstadt, die wirklich alles bietet, konnte ich auch von der Nähe zur Natur profitieren. Umgeben von Wäldern, Meer und Strand, Seen, Bergen und Flüssen eröffnete sich mir die Möglichkeit viele neue Sportarten auszuprobieren.                                                                                      

Somit ging ich Segeln, Kanu fahren, Klettern und natürlich Snowboarden. In der Schule wurde Sport ebenfalls groß geschrieben. Fast jeder spielt  in einem der vielen Schulteams und wenn nicht, nimmt er oder sie seine ganze Kraft diese bei jedem Spiel anzufeuern. Obwohl ich in Deutschland nicht in einem Sportverein bin, konnte ich ohne Probleme ins Senior Basketball und Fieldhockey Team einsteigen, was mir auch sehr viel Spaß gemacht hat.                                                                                

Eines meiner Ziele war mein Englisch zu verbessern. Nach ungefähr 3 Monaten konnte ich flüssig reden, ohne Probleme fernsehen , meine Gesprächspartner immer verstehen und sogar meine Bio und Physik Lehrbücher nachvollziehen. Dann nach ungefähr 4 Monten stellt sich auch schon der „Gangsta-Slang“ ein und man gehört voll und ganz dazu.

Am Ende kann ich nur sagen, dass ich Kanada und vor allem Vancouver jedem nur empfehlen kann. Jeder der eine gute Mischung aus Großstadt, Natur, Sport, Kultur, Partys, Lernen und netten Menschen haben will, sollte unbedingt ein Highschooljahr in Kanada verbringen. Und wenn ihr dann wieder kommt und an jeden Satz ein „eh“ dranhängt, wisst ihr: I`m West Coast Canadian, now and forever! 

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
Seite: 1