Lynn Ebner berichtet von der Georges P. Vanier Secondary School - Courtenay (British Columbia / Kanada)

Wenn du dir Erfahrungsberichte durchliest, bist du deinem Traum schon einen Schritt näher. Bei mir hat es auch damit angefangen, dass ich viele Berichte gelesen habe. Ich hatte mir schon länger überlegt ins Ausland zu fahren, aber ganz sicher war ich mir erst nachdem ich Erfahrungen, Gefühle und Erinnerungen anderer gelesen hatte. Ich verbrachte ab Januar ein halbes Jahr in Comox Valley auf Vancouver Island, Canada. Da ich vorher schon mit meiner Familie in Canada war, war ich mir sicher, dass ich nach Canada wollte. In Comox Valley besuchte ich dann die G. P. Vanier Secondary School, traf dort viele neue, interessante Leute, die im laufe der Zeit zu sehr guten Freunden wurden. In diesem Jahr fahre ich zurück um alle Freunde wieder zu sehen und natürlich auch um meine Gastfamilie zu besuchen. Meine Gastfamilie lebte etwas außerhalb der Stadt, es war aber trotzdem kein Problem Downtown zu erreichen. Meine Gasteltern waren beide Anfang 50 und mein 30 jähriger Gastbruder lebte mit seiner Frau und seinen Kindern nebenan. Meine 18-jährige koreanische Gastschwester ging mit mir zusammen zur Schule und wir hatten viel Spaß zusammen. Mein Gastvater hat viel gearbeitet, aber meine Gastmom war meistens zuhause. Alle waren super nett und ich habe stundenlang mit meiner Gastmom in der Küche gesessen, gequatscht und Tee getrunken. Mit allen konnte man sich wirklich gut unterhalten. In dem halben Jahr waren wir oft in Victoria oder Nanaimo, ob zum Shopping oder zum Fischen auf dem Ozean.
Sehr begeistert war ich auch von der örtlichen Betreuung, alle haben einem super geholfen und alle Fragen beantwortet, man konnte auch mal bei den Koordinatoren ins Zimmer kommen und einfach nur quatschen. Besonders gut in Erinnerung geblieben sind mir die Ausflüge mit den Exchange  Students. Wir waren alle zusammen Skifahren, in heißen Quellen baden, wandern, Bootfahren, Surfen und natürlich hatten wir auch lustige Events so wie ein Pancake- Breakfest, das wir für unsere Gastfamilien organisiert hatten.
Natürlich waren bei den Exchange Students auch viele deutschsprachige dabei, aber eigentlich ist das nicht schlimm. Wir haben uns immer abwechselnd auf Deutsch oder auf Englisch unterhalten, aber am Ende eigentlich mehr auf Englisch.
Das Sprechen lernt man aber nicht nur im Umgang mit Freunden, sondern auch im Unterricht selber, natürlich aber am meisten mit der Gastfamilie. Wer also selbstbewusst ist und auch mit einem mittelmäßigen Englisch ankommt wird freundlich aufgenommen und merkt nach spätestens einem Monat wie sein Englisch von Tag zu Tag besser wird.
Was ich besonders gut fand, war, dass ich gemerkt habe, wie ich nicht nur offener für alles wurde, sondern auch immer selbstständiger. Ich habe mich getraut fremde Leute auf englisch anzusprechen und mich mit ihnen zu unterhalten.  Auch zurück in Deutschland kommt man sich viel erwachsener vor. Man hat viel an Erinnerungen mitgenommen und jedes Mal wenn ich mir Fotos angucke oder mit meiner Gastmom telefoniere denke ich zurück an die schöne Zeit.
Vielleicht noch ein paar Sachen über die ich mir Sorgen gemacht habe: Ich dachte zum Beispiel, dass ich Probleme damit haben würde dem Unterricht zu folgen, aber das stimmte nicht. Ich hatte jeden Tag die gleichen Fächer nämlich Mathe, Französisch, Biologie und Tanzen, es war in keinem Fach schwer mitzukommen und wenn man mal etwas nicht verstand,  konnte man immer noch die Lehrer fragen die einem alles noch mal erklärten. Ich fand es aber wichtig ein Fach wie Tanzen, Sport oder irgendein anderes sportliches Fach zu wählen, denn dort findet man am schnellsten und am leichtesten Anschluss. Allerdings achten deine Koordinatoren  von vornherein auf deine Wünsch und sorgen dafür, dass du in einem solchen Kurs bist, abwählen ist aber auch kein Problem.
Durch das Vorbereitungsseminar kannte ich schon ein paar Leute, die ich später wiedergetroffen habe, einige sind mit mir nach Vancouver geflogen.
Alles in allem kann man sagen, dass man eine super Zeit hat, die man nie vergessen wird und die einem viel Gutes bringt. An dieser Stelle auch noch mal ein großes Lob an Give, die das alles super organisiert haben und für diese tolle Reise verantwortlich waren. Dankeschön!

Also auf was wartest du noch? Anmelden und los geht’s, der besten Zeit deines Lebens entgegen!

Liebe Grüße aus Braunschweig
Lynn