Katharina Zettler berichtet von der Georges P. Vanier Secondary School - Courtenay (British Columbia / Kanada)

Kanada

Am 1. April startete mein Flieger mit vier Stunden Verspätung nach Vancouver, da die Maschine mit der ich eigentlich fliegen sollte, einen Triebwerksschaden hatte. Dort verpasste ich aufgrund der Verspätung meinen Anschlussflug nach Comox, wo ich ab jetzt für einen Monat leben sollte. Das war jedoch nicht so schlimm, da ein Flugbegleiter mitflog, der mir half meinen Flug umzubuchen. Das war an dem Tag jedoch nicht das einzige Problem, da laut der Fluggesellschaft mein Koffer verschwunden war. Trotz der ganzen Umstände empfing mich meine Gastfamilie um 10:00 Uhr abends am Flughafen in Comox. In meinem neuen zu Hause angekommen, wurde mir das wichtigste noch gezeigt, bevor ich müde wegen der langen Reise in mein Bett fiel.

Mein erster Schultag an der GP Vanier Highschool war der 3. April wo ich gleich meinen Stundenplan bekam, mir die Schule gezeigt wurde und dann auch schon meine erste Stunde anfing. Ich hatte jedoch keine typisch deutschen Fächer sondern Kunst, Fotografie, Kochen und Drama.  Jeden Tag die gleichen Fächer nur in unterschiedlichen Reihenfolgen was auch an den anderen  Schulen im Comox Valley üblich war. Von den Fächern hat Drama mir am besten gefallen weil wir viele kleine Sketche selbst geschrieben und gespielt haben. In Photography haben wir hauptsächlich mit Photoshop gearbeitet, wo die Schüler ihre vorher gemachten Bilder bearbeiten konnten.

Nachmittags verbrachte ich die Zeit meistens mit meiner Gastmutter, mit der ich mich super verstand, da wir auch viele gemeinsame Interessen hatten. Es war toll eine so nette Gastfamilie zu haben. Zusammen unternahmen wir an den Wochenenden viele Ausflüge wie zum Beispiel nach Nanaimo und sogar für 2 Tage nach Victoria. Durch sie und ihren großen Freundeskreis lernte ich auch den Kanadischen Lifestyle kennen, der sich, wie ich finde durch Spontanität und Hilfsbereitschaft auszeichnet.

Mein absolutes Highlight war auf jeden Fall, dass wir Austauschschüler einen Tag nach Vancouver fuhren. Dort sahen wir jedoch leider nur wenig von dieser beeindruckenden Stadt, da wir zum einen nicht genug Zeit hatten und zum anderen das Wetter leider nicht so ganz mitspielte. 10°C und Regen. Zum Shoppen war es trotz der kurzen Zeit perfekt und ich kann jedem, der die Möglichkeit hat nur empfehlen nach Vancouver zu gehen.

Der Abschied von allen, besonders von meiner Gastfamilie fiel mir sehr schwer, weil Kanada mit seiner beeindruckenden Landschaft und der Herzlichkeit der Menschen wie ein zweites zu Hause geworden war.

Rückblickend kann ich sagen, dass es sich in vielerlei Hinsicht gelohnt hat diesen tollen Auslandsaufenthalt zu machen allerdings würde ich beim nächsten Mal zu Beginn des neuen Schuljahres gehen, weil sich zu diesem Zeitpunkt schon die Kontakte zwischen den Austauschschülern bilden und man in den Kursen besser mitkommt und von Anfang an dabei ist (s.o). Ich habe viele neue Leute und eine fremde Kultur kennengelernt.

Für mein Englisch hat es mir auch sehr viel gebracht, da ich jetzt fast flüssig sprechen kann, neue Wörter gelernt habe (z.B. icing sugar- Puderzucker) und einfach sicherer als vorher bin. Die Gespräche während des Unterrichts haben sehr viel dazu beigetragen, wie man sich im Alltag besser verständigen kann.  Ich bin der Meinung, dass der Effekt natürlich größer ist, wenn man länger bleibt.

Ich kann allen, die nach Kanada wollen es wirklich nur empfehlen. Und dann packt eure Koffer and let’s go to Canada. J

Katharina Zettler

 

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