Christof Bludau berichtet von der Cariboo Hill Secondary School - Burnaby (British Columbia / Kanada)

Christof aus Hamburg, 16 Jahre

Ich war 3 Monate und 1 Woche in Kanda/Vancouver in Burnaby und schreibe dazu einen kleinen Einblick, wie es mir dort ergangen ist:

Kanada ist echt komplett anders als Deutschland. Einfach alles. Die Menschen, Straßen, Häuser, sogar die Einstellung und Lebensweise.

Teilweise ist es wirklich so, wie man sich Amerika oder Kanada vorstellt. Du gehst raus und schaust dich um, du siehst häufig Pick-Ups, lauter Häuser, die dicht zusammen stehen und mit kleinen Vorgärten und grünen Rasenflächen bestückt sind.

Es gibt da tausende Gassen und Straßen und man findet sich einfach nicht wieder.
Finde mal 8353 13th Avenue... Manchmal kommt man durcheinander mit den ganzen Straßen, Avenues und den gleich aussehenden Häusern.

Einmal musste ich sogar an einer Haustür klingeln, da ich mein eigenes Haus nicht mehr wieder fand. Nach 1-2 Wochen wusste ich dann, wo ich wohne und wusste wie ich gehen muss.

Jaa, die Highschool... Wie kennt man es aus den Filmen? Schmale Gänge, an den Wänden diese grünen und gelben Spinte oder hier auch genannt ''Logger'', volle Gänge und dazu Gedrängel. Typen mit Collegejacken und Mädchen mit Bauchnabelfreien Tops.

Alles stimmt mehr oder weniger…

und ich habe dieses (Highschool-) Leben gelebt.

Ich habe mich natürlich direkt für das Fußballteam angemeldet und wurde auch sofort genommen und hatte zahlreiche Spiele gegen andere Schulen gehabt und auch viele Siege mitgenommen.

Meine Gastfamilie waren Philippiner, Mutter, Vater, 2 Söhne 15 und 17 Jahre alt. Die Mutter war berufstätig als Altenpflegerin, der Vater war Koch und deswegen war auch immer viel zu essen da, das wir uns aufwärmen konnten. Mein Gastvater übernahm hauptsächlich den Haushalt, da er nicht mehr so viel arbeitete wie er es damals getan hat.

Es gab in meiner Gastfamilie noch einen weiteren Gastschüler, der 18 Jahre alt war und Anton hieß. Wir gingen gemeinsam (was für ein Zufall?) auf die gleiche Schule (Cariboo-Hill). Mit ihm habe ich viel erkundet und auch sehr viel erlebt und zusammen die Freizeit verbracht.

Leider hat meine Gastfamilie mit uns Gastschülern nie Familienaktivitäten unternommen..

Ich konnte ein- und ausgehen wann ich wollte und einen großen Freiraum hatte, was andere „Internationals“, die ich kennengelernt habe nicht hatten. Natürlich habe ich viel erlebt und war auch glücklich über meinen großen Freiraum, aber manchmal habe ich mir dann schon gewünscht, dass mir auch meine Gastfamilie etwas von Vancouver zeigt.

Meine Gastfamilie war nett und ich konnte mit ihnen Abends, wenn alle zu Hause waren, sprechen, doch teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass kaum Interesse an mir vorhanden war bzw. auch manchmal nicht richtig zugehört worden ist.

Das brachte mich dazu meine Sprachreise einfach selber durchzuziehen und mit meinen großen Freiraum, ohne Pflichten von meiner Gastfamilie aus, einen schönen Aufenthalt in Kanada zu genießen.

Trotz Schwierigkeiten kann ich es jedem empfehlen eine Sprachreise zu machen, da man so viele neue Leute kennenlernt und nicht nur Englisch sprechen lernt, sondern man lernt für sein gesamtes Leben und wächst an Erfahrungen.