Carolin Margraf berichtet von der Mark R. Isfeld Secondary School - Courtenay (British Columbia / Kanada)

Carolin Margraf: 2 Monate Courtenay, Vancouver Island (BC, Kanada)

Mein Name ist Carolin, ich bin 16 Jahre alt und habe dank GIVE zwei Monate auf Vancouver Island im Westen Kanadas verbracht. Diese zwei Monate waren eine wunderbare Erfahrung, aber auch ein echtes Abenteuer! Und genau davon möchte ich nun erzählen...

Auf der langen Suche nach einer Austausch-Organisation die mich unter anderem auf die Schüleraustausch-Messe in Hamburg und auf zahlreiche Internetseiten führte, und jede Menge Zettelsalat und Prospekte mit sich brachte, fand ich letzten Endes zu GIVE, und habe diese Entscheidung nach wie vor nicht bereut. Im Gegenteil- die Flexibilität meiner Organisation erlaubte es mir, noch relativ kurzfristig 4 Monate vor meiner Abreise eine Bewerbung einzureichen und hat mich natürlich letztendlich auch nach Kanada gebracht.
Der erste Schritt war also getan, und die nächsten sollten sehr bald folgen. Und schon stand der erste März, der Tag meiner Abreise vor der Tür. Im Klartext hieß das: Früh aufstehen, den Lieben "Goodbye" sagen (inklusive dicken Krokodilstränen) und sich an das Unbekannte, das Neue, und das Aufregende wagen!

Da ich als Short-Term-Student nur zwei Monate in Kanada verbringen konnte, bin ich leider nicht mit den anderen GIVE-Austauschschülern geflogen. Glücklicherweise hat mein Opa mich auf meinem Hinflug begleitet um selbst zwei Wochen Urlaub auf Vancouver Island zu machen.
Das erste was mir bei meiner Ankunft am Flughafen in Vancouver aufgefallen ist, war die atemberaubende Landschaft. So auch noch Wochen später auf Vancouver Island. Das platte Norddeutschland auf dem Schulweg wurde also durch dramatisches Bergpanorama ersetzt.

In Courtenay besuchte ich die Mark R. Isfeld Secondary School, eine High School die ich gut zu Fuß erreichen konnte. Es wird einem wirklich klar was mit "school spirit" gemeint ist. Schule in Kanada ist nicht nur nervenaufreibendes Bankdrücken, sondern ein Treffpunkt für Freunde und ein Ort, an dem viele Erinnerungen und spannende Ereignisse haften bleiben. Sport zum Beispiel hat eine sehr große Bedeutung. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis befindet sich auf einer ganz anderen, lockereren Basis und auch die Vielfalt der Fächer und die geförderte Kreativität gefiel mir. Ich mochte meine Schule sehr sehr gerne und war sogar ein bisschen traurig als es auf Spring Break zuging. In dem Sinne: "GO ISFELD, GO ICE!"

Nach den ersten 3-4 Wochen hat man sich sehr gut an die englische Sprache und den täglichen Gebrauch gewöhnt, und es fällt mir jetzt, noch 2 Wochen nach meiner Rückkehr noch manchmal schwer einen ordentlich klingenden, deutschen Satz zu bilden. Sprachlich hat mich der Austausch also auch voran gebracht.

Das Leben auf Vancouver Island hatte viele tolle Orte und Aktivitäten zu bieten: den Alpin-Resort Mount Washington, den wunderschönen Strand Goose Spit, ein wenig weiter entfernt Tofino mit Regenwald, Walen und exotisch heißen Quellen, und wenn man einmal ein wenig Stadtluft schnuppern wollte ging es ins ca. 3 Autostunden entfernte Victoria.

Am Anfang war das Wetter noch eher grimmig und kalt, das beinhaltete sogar einen Hurricane der den Garten meiner Gastfamilie ordentlich durcheinander brachte und allen umliegenden Orten den Strom raubte. Ungefähr nach der Hälfte meines Aufenthaltes verbesserte sich die Lage um einiges und ich war sogar baden!

Die Ausflüge mit den anderen Internationals waren immer sehr spaßig und am Ende eines solchen Tages hat man immer zufrieden die vielen Fotos von u.a. Vancouver, Mt Washington und Tofino angeschaut. Ich habe viele großartige internationale und kanadische Freundschaften geschlossen und spare jetzt schon Geld, um alle so schnell wie möglich wiedersehen zu können.

Auch meiner Gastfamilie stand ich sehr nah. Ich hatte eine Gastschwester (Rebecca) die in meinem Alter war und sogar einen Kurs mit mir zusammen hatte. Meine zweite Gastschwester Allyson haben wir an Spring Break aus Victoria abgeholt, da sie an der UVIC studiert und nun für 5 Monate nach Hause gekommen ist. Meine hostmom Donna war ein echter Fels in der Brandung und immer da in schweren Zeiten.

Alles in allem kann ich nur jedem, der über einen Austausch nachdenkt nahelegen: GO FOR IT! This is something nobody can take away from you, something you will always keep.
Es war eine wunderbare Erfahrung, an die ich mich für immer erinnern werde.
Carolin