Erfahrungsbericht – Johannes Eifler Nanaimo, BC, Kanada Ich konnte kaum glauben, dass das Jahr schon vorbei war, als ich wieder zurück nach Deutschland kam. Ich war zwar endlich zu Hause, doch mit der Zeit war auch Kanada mein zu Hause geworden. Ich hatte schon von vornherein ein sehr gutes Gefühl bei GIVE. Ich wurde immer mit vielen Informationen versorgt, der Papierkram wurde auch sehr unkompliziert erledigt und man hat mir das Gefühl gegeben, richtig vorbereitet zu sein. Das Vorbereitungsseminar hat neben viel Spaß auch Mut gemacht, den der ein oder andere auch braucht, denn 10 Monate weg von der Familie sollte man nicht unterschätzen.  Am  Tag der Abreise bin ich allein von Berlin nach Frankfurt geflogen. Dort angekommen war es leicht, das richtige Terminal zu finden, wo die Betreuer und viele andere Jugendliche gewartet haben. Von dem langen Transatlantikflug bekam ich wegen der Aufregung kaum etwas mit. Als ich in Vancouver ankam, hatte ich ein kleines Problem: Ich hatte ein wichtiges Dokument vergessen, welches ich gebraucht hätte, um ein Visum zu bekommen. Zum Glück war das Flughafenpersonal sehr freundlich und die Betreuer haben mir auch geholfen. Als ich dann nach einem 20-minütigen Flug in Nanaimo angekommen bin, wurde ich herzlich von meiner Gastmutter und meiner Gastschwester begrüßt und war kurz darauf im Haus meiner Gastfamilie, wo ich die übrige Familie kennengelernt habe. Ich muss sagen, dass es keine typische Gastfamilie gibt. Die Familien in Kanada sind genau so unterschiedlich wie die in Deutschland und man kann keine „perfekte“ Familie erwarten, weil es so etwas nun mal nicht gibt. Die Familien von anderen Austauschschülern waren zum Teil ganz anders als meine. Bei mir gab es keinen Gastvater, doch meine Mutter war eine echte Powerfrau und hatte schon seit 10 Jahren Erfahrungen mit Austauschschülern aus der ganzen Welt. Dazu kamen 5 Gastgeschwister, wovon 3 noch zu Hause gewohnt haben, ein weiterer Austauschschüler aus Spanien und ein kleiner Hund. Im Haus musste ich mein eigenes Zimmer sauber halten, das Bad, welches ich benutzt habe, helfen sauber zu machen und alle zwei Wochen den Geschirrspüler ausräumen. Die Highschool hatte ich mir schon lange im Vorfeld ausgesucht, wobei mir die Infomappe von GIVE sehr geholfen hat. Mir war es wichtig, eine Highschool mit musikalischem Schwerpunkt zu bekommen, denn ich gehe in Deutschland auf ein musikbetontes Gymnasium. Die Kurswahl hatte ich auch schon grob zusammengestellt, wobei man jedes Semester nur vier Fächer wählen kann, die man dann jeden Tag hat. Da ich wegen G8 das Jahr sowieso wiederholen musste, konnte ich jegliche erdenkliche Kurskombination wählen. Meine 8 Fächer waren Jazzband, Technisches Zeichnen und Design, Mathe 11,Tanzen, Jazztheorie,  Englisch 11, Psychologie und Programmieren. Dazu kam, dass ich im zweiten Semester vor dem Unterricht an zwei Tagen in der Woche Jazzband hatte, das ganze Jahr über an 2-3 Tagen in der Woche Chor und die restliche Zeit im schuleigenen Fitnessraum verbracht habe. Man kann die zusätzlichen Aktivitäten natürlich weg lassen, doch ich rate jedem dazu, sich nach Bands, Sportteams oder Clubs umzuschauen, weil man dadurch am schnellsten Kontakt zu Kanadiern bekommt und Freundschaften entstehen. Ich hatte Glück, dass meine Schule ein so gutes Musikprogramm hat. Ich konnte an 3 Bandausflügen zu Festivals teilnehmen (für die man aber extra bezahlen muss), wovon einer sogar nach Ottawa zu den Landesfinalen ging.  In Kanada sind die Menschen sehr freundlich und aufmerksam. Die Schüler meiner Schule waren schon viele Austauschschüler gewohnt und besonders die Deutschen haben einen sehr guten Ruf. Das wichtigste ist einfach offen zu sein, auf andere Leute zu zugehen und dieses andere Leben, welches mit Sicherheit ganz anders ist als das, was man in Deutschland hatte, einfach zuzulassen und auch zu genießen

Hier finden Sie interessante Erfahrungsberichte zum Thema Erfahrungsbericht – Johannes Eifler Nanaimo, BC, Kanada Ich konnte kaum glauben, dass das Jahr schon vorbei war, als ich wieder zurück nach Deutschland kam. Ich war zwar endlich zu Hause, doch mit der Zeit war auch Kanada mein zu Hause geworden. Ich hatte schon von vornherein ein sehr gutes Gefühl bei GIVE. Ich wurde immer mit vielen Informationen versorgt, der Papierkram wurde auch sehr unkompliziert erledigt und man hat mir das Gefühl gegeben, richtig vorbereitet zu sein. Das Vorbereitungsseminar hat neben viel Spaß auch Mut gemacht, den der ein oder andere auch braucht, denn 10 Monate weg von der Familie sollte man nicht unterschätzen.  Am  Tag der Abreise bin ich allein von Berlin nach Frankfurt geflogen. Dort angekommen war es leicht, das richtige Terminal zu finden, wo die Betreuer und viele andere Jugendliche gewartet haben. Von dem langen Transatlantikflug bekam ich wegen der Aufregung kaum etwas mit. Als ich in Vancouver ankam, hatte ich ein kleines Problem: Ich hatte ein wichtiges Dokument vergessen, welches ich gebraucht hätte, um ein Visum zu bekommen. Zum Glück war das Flughafenpersonal sehr freundlich und die Betreuer haben mir auch geholfen. Als ich dann nach einem 20-minütigen Flug in Nanaimo angekommen bin, wurde ich herzlich von meiner Gastmutter und meiner Gastschwester begrüßt und war kurz darauf im Haus meiner Gastfamilie, wo ich die übrige Familie kennengelernt habe. Ich muss sagen, dass es keine typische Gastfamilie gibt. Die Familien in Kanada sind genau so unterschiedlich wie die in Deutschland und man kann keine „perfekte“ Familie erwarten, weil es so etwas nun mal nicht gibt. Die Familien von anderen Austauschschülern waren zum Teil ganz anders als meine. Bei mir gab es keinen Gastvater, doch meine Mutter war eine echte Powerfrau und hatte schon seit 10 Jahren Erfahrungen mit Austauschschülern aus der ganzen Welt. Dazu kamen 5 Gastgeschwister, wovon 3 noch zu Hause gewohnt haben, ein weiterer Austauschschüler aus Spanien und ein kleiner Hund. Im Haus musste ich mein eigenes Zimmer sauber halten, das Bad, welches ich benutzt habe, helfen sauber zu machen und alle zwei Wochen den Geschirrspüler ausräumen. Die Highschool hatte ich mir schon lange im Vorfeld ausgesucht, wobei mir die Infomappe von GIVE sehr geholfen hat. Mir war es wichtig, eine Highschool mit musikalischem Schwerpunkt zu bekommen, denn ich gehe in Deutschland auf ein musikbetontes Gymnasium. Die Kurswahl hatte ich auch schon grob zusammengestellt, wobei man jedes Semester nur vier Fächer wählen kann, die man dann jeden Tag hat. Da ich wegen G8 das Jahr sowieso wiederholen musste, konnte ich jegliche erdenkliche Kurskombination wählen. Meine 8 Fächer waren Jazzband, Technisches Zeichnen und Design, Mathe 11,Tanzen, Jazztheorie,  Englisch 11, Psychologie und Programmieren. Dazu kam, dass ich im zweiten Semester vor dem Unterricht an zwei Tagen in der Woche Jazzband hatte, das ganze Jahr über an 2-3 Tagen in der Woche Chor und die restliche Zeit im schuleigenen Fitnessraum verbracht habe. Man kann die zusätzlichen Aktivitäten natürlich weg lassen, doch ich rate jedem dazu, sich nach Bands, Sportteams oder Clubs umzuschauen, weil man dadurch am schnellsten Kontakt zu Kanadiern bekommt und Freundschaften entstehen. Ich hatte Glück, dass meine Schule ein so gutes Musikprogramm hat. Ich konnte an 3 Bandausflügen zu Festivals teilnehmen (für die man aber extra bezahlen muss), wovon einer sogar nach Ottawa zu den Landesfinalen ging.  In Kanada sind die Menschen sehr freundlich und aufmerksam. Die Schüler meiner Schule waren schon viele Austauschschüler gewohnt und besonders die Deutschen haben einen sehr guten Ruf. Das wichtigste ist einfach offen zu sein, auf andere Leute zu zugehen und dieses andere Leben, welches mit Sicherheit ganz anders ist als das, was man in Deutschland hatte, einfach zuzulassen und auch zu genießen