Hannah Kettel berichtet von der Brisbane State High School - Brisbane (Queensland / Australien)

Nach einem knappen Jahr voller Vorbereitungen und natürlich unermesslicher Vorfreude ging es am 5.7.2007 endlich los. Meine Reise nach Australien, in ein neues Leben mit einer neuen Familie, neuen Freunden, einer neuen Schule und natürlich einer fremden Umgebung, stand unmittelbar bevor.

Hey, ich bin Hannah, 17 Jahre alt und ich hab mein letztes Jahr in Brisbane, Australien verbracht. Ein Jahr voller neuer Entdeckungen, Entwicklungen und Begegnungen, die mich und mein Leben komplett verändert haben.

Australien-mein Traum vom Auslandsjahr wurde am 7.7.2007 wahr als ich in Brisbane landete und von einem Fahrer der Partnerorganisation WEP zu meiner Gastfamilie nach Carindale, ein ruhiger und sehr grüner Stadtteil von Brisbane, gefahren wurde. Und dann der große Moment-das erste Treffen zwischen mir und meiner Gastfamilie, das heißt, meine Gastmutter Linda, meinen 2 Gastschwestern Hannah und Adrienne und später auch noch mit meinem Gastvater und –bruder Harald und Nathan. Schnell stellte sich heraus, dass sie meiner eigenen Familie sehr ähnlich waren und so hatte ich keinerlei Probleme, mich schnell und gut einzuleben und auch Kleinigkeiten im Haushalt zu erledigen.

Nach nur wenigen Tagen fing auch schon die Schule an, die in meinem Fall die Brisbane State High School (BSHS) war. Neben klassischen Fächern wie Mathematik, Englisch oder Modern bzw. Ancient History gab es auch Fächer wie Tourism oder ein extra neu eingeführtes Sportfach, das sich mit Rugby auseinandersetzt und das Rugbyteam meiner Schule so noch besser unterstützen konnte, dieses Fach konnte allerdings nur von Jungs gewählt werden und wurde mit großer Freude angenommen. Da State High für seine außerordentlichen Sportteams bekannt ist, war Sport wie Tennis, Football, Swimming oder Waterpolo ein fester Bestandteil des (Schul-)alltags und eine gute Gelegenheit, neue Freunde zu treffen und sich gut einzubringen. Australier sind allgemein bekannt für ihre Offenheit und Hilfsbereitschaft, was ich nur bestätigen kann und auch ein multikulturelles Leben ist Alltag, das sieht man auch an der Anzahl von Asiaten und Pacific Islanders (unter Jugendlichen auch Polis genannt), die von den pazifischen Inseln wie zum Beispiel Indonesien oder die Philippinen, rund um Australien abstammen.

Meine Freizeit und Wochenenden habe ich mit meiner Gastfamilie zuhause oder auf Kurzurlauben wie zum Beispiel in Byron Bay oder in den Bunya Mountains oder auch mit Freunden bei Southbank, das unter anderem über eine Lagune verfügt, oder in der Stadt verbracht, wo es viele Möglichkeiten zum Shoppen gabJ

Generell habe ich durch meine Gastfamilie, meinen Eltern und einer von GIVE organisierten Outbacktour sehr viel von Australien gesehen, wie zum Beispiel das Outback mit Uluru (Ayers Rock), das Great Barrier Reef und einige Riff-Inseln, National Parks und natürlich die Metropolen Melbourne, Adelaide, Sydney, Cairns und auch Canberra.

Der schlimmste Teil für mich war nicht, mich einzuleben oder neue Freunde zu finden; ganz im Gegenteil-Tschüss zu sagen, das war das schwierigste, was ich übers Herz bringen musste. Mich von den Leuten zu verabschieden, die meine Familie auf Zeit und eine Art Botschafter für mich waren, aber auch von meinen neu gewonnen Freunden, mit denen ich mich prima verstanden habe und durch die ich ein noch anderes Australien kennen gelernt habe. Auch wenn man weiß, dass man sie
vielleicht wieder sieht und dann über die alten Zeiten reden kann; so wie es war, wird es nie mehr werden…Daran sollte man immer denken und froh sein, so etwas Besonderes erleben zu dürfen, auch wenn man das Ende der Zeit manchmal nicht verstehen kann oder will.

Abschließend möchte ich sagen, dass das letzte Jahr die beste Entscheidung meines Lebens war, auch wenn es sich kitschig anhört und auch wenn es ab und zu Probleme gab, würde ich es jeder Zeit wieder tun und es jedem empfehlen, da es hilft, sich selber kennen zu lernen und um eigenständiger und erwachsener zu werden, denn alles was man in dieser Zeit lernt und erlebt, kann einem niemand mehr nehmen und man hat etwas woran man denken kann, wenn man zurück in Deutschland ist und das „Heimweh“ einen überkommt.

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
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